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21.08.2020, 19:30 Uhr

Kameradschaftsabend mit Grillen beim Neuwirt

Bitte um verbindliche Anmeldung (zwecks Kalkulation) bis 10.08.2020 unter

Tel.:  0881/8617 und 0881/9279615

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Wir würden uns freuen wenn ihr uns Berichte und Fotos von früheren Ereignissen schicken würdet, damit wir eine schöne Chronik erstellen können.

Die Vorstandschaft

Die Chronik unseres Veteranen- und Reservistenvereins.

Gründung

 

Am 16.07.1870 kommandierte König Ludwig der II, 55.000 Bayern ab, welche neben den Truppen Preußens gegen Frankreich kämpften. Am 02.09.1870 besiegte man die französischen Truppen bei Sedan. Dies führte dann letztlich zur Vereinsgründung am 18.April 1881. Hier Auszüge aus dem Gründungsprotokoll:

….so war es doch vorzüglich das Jahr 1870/71 welches die Veteranen und Krieger mächtig daran erinnerte, das Einig stark macht…. mächtig fühlten sich die heimkehrenden Sieger angezogen, die auf feindlichen Schlachtfeldern gepflogene Kameradschaft und Einigkeit auch in Polling in der Heimat fort zu setzten.

Und so wurde am 18.04.1881 ein (Veteranen und „Kriegerverein“) gegründet... in welchen alle Berechtigten sofort freudig eintraten….

Als ersten Vorstand wählten die 84 Kameraden Jakob Konrad. Bei der Gründungsversammlung beschloss man den Kauf einer Vereinsfahne. Schnell war die Fahne durch freiwillige Spenden in Höhe von 611,96 Mark finanziert. Den Monatsbeitrag setzten die Anwesenden auf 30 Pfennig fest.

 

Was war weiter?

 

Das Kloster Polling fertigte die Fahne für 439,96 Mark.

Die Fahnenweihe fand am 06. Juni1881 in der festlich geschmückten Pfarrkirche und im festlich herausgeputzten Dorfe durch den Hochwürdigen Geistlichen Rat Pfarrer Schmautz statt.

Die Fahnenweihe endete mit einem dreifach Hoch auf den Obersten Kriegsherrn „Ludwig den II, König von Bayern“.

 

Nachdem König Ludwig der II am 13.Juni 1886 auf mysteriöse Weise ums Leben kam, übernahm Prinzregent Luitpolt die Regentschaft über Bayern. Ihm zu Ehren pflanzte man am 12. März 1901 am Feuerwehrhaus eine Linde, welche heut noch steht. Lediglich die Gedenktafel aus dem Jahre 1906 fehlt.

 

Die nächsten Jahre:

Friedlich und harmonisch verliefen nun die folgenden Jahre. Die 1881 gekaufte Fahne wurde im Jahre 1903 für 13 Mark im Kloster gewendet.

Im Jahre 1910 zählte der Verein 92 Mitglieder, der Jahresbeitrag betrug 1.20 Mark.

 

Dann kam der August 1914. Ein fürchterlicher Stellungskrieg bei dem auch erstmals moderne Vernichtungswaffen ein gesetzt wurden, begann. Man sprach vom 14/18ner Krieg. Aus Polling wurden 108 Soldaten eingezogen. Davon kamen 39 Kameraden nicht mehr heim. Am Ende blieben nur noch 40 Vereinsmitglieder übrig.

Unsere Kriegsteilnehmer

 

Trotzdem, es ging weiter:

 

Am 16.03.1919 kam es in der Gaststätte Streicher zur Wiedergründung des Vereins. Sofort traten 48 neue Mitglieder, bei einer Aufnahmegebühr von 2,60 Mark, ein.

Die Fahne von 1881 wurde im Kloster für 24 Mark renoviert.

 

Am 16.November 1924 wurde das Kriegerdenkmal im Friedhof eingeweiht.

Zu den Bildern

 

Am 17.Februar 1929 wurde Michael Sonner zum Vorstand gewählt, jedoch erst nachdem ihm zugesichert war, eine neue Vereinsfahne anzuschaffen. Dazu seine Worte: „Wenn ich den Verein übernehme, soll auch gesorgt werden, dass man sich mit einer neuen Fahne in der Öffentlichkeit zeigen kann“.

 

Die neue Fahne wurde im Kloster für 1500 Mark gefertigt und am 19.07.1931 feierlich eingeweiht. Die alte Fahne aus dem Jahre 1881 fand im Heimatmuseum Polling einen würdigen Platz.

Bilder der Fahnenweihe

 

Aber man hatte aus 1914/18 nichts, aber auch gar nichts gelernt: Denn Hitler übernahm 1933 die Macht und schon im Märze 1934 wurden alle Kriegervereine einheitlich in den Reichskyffhäuserbund umbenannt. Nur ganz wenige traten diesem Verein bei, denn in Polling herrschte wenig Begeisterung für den Nationalsozialismus. Der politische Druck zwang letztlich dann doch alle dem nationalsozialistischen Bund beizutreten. Den Jahresbeitrag setze man auf 2,60 Reichsmark fest.

 

Und dann begann am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg. Bis 1945 dauerte dieses grausame Geschehen. Von Polling fielen 44 Kriegsteilnehmer und 34 Soldaten sind vermisst. Die Bombenopfer und die Toten bei der Flucht sind hier gar nicht aufgezählt. Die schlechten Zeiten dauerten bis 1948. Ab diesem Zeitpunkt ging es wieder bergauf.

Unsere gefallenen Kameraden 1939-1945

 

Am 19.März 1953 wurde der Veteranenverein wiedergegründet. Als 1. Vorstand wählte man Baierlacher Georg. In dieser Zeit wurde der Verein vom Soldaten und Kriegerverein, dann in Reservisten und Kriegerverein und zuletzt in den Veteranen und Reservistenverein umbenannt.

 

Nach 55 Jahren erhielt der Verein eine neue Fahne. Die Einweihung fand am 02.06.1986 in der Stiftskirche Polling durch Dekan Pfarrer Winter statt. Der damalig Bürgermeister und Schirmherr Xaver Zwerger sagte in seinem Grußwort: „Das Gedenken an all die Kriegsopfer und ihnen über das Grab hinaus die Treue zu bewahren ist praktizierte Friedensarbeit. Mögen die kommenden Generationen von Krieg und Gewalt verschont bleiben.

zu den Bildern

 

Und bis heute hat sich dieser Wunsch bewahrheitet und hoffentlich bleibt es so.

Das ist der sehnlichste Wunsch des Veteranen und Reservistenvereins Polling

                                       ooooooooooooo

 

Diese Chronik wurde nach den Aufzeichnungen des ehemaligen Vorstandes Baierlacher Georg in Kurzform gefertigt.

 

Vereinschronik ging bei Kriegsende 1945 verloren?

Aus der Festschrift zur Fahnenweihe verbunden mit dem 105-jährigen Gründungsfest 1986

 Kurze Chronik des Veteranen- und Reservistenvereins

 

Am 18.April 1881 wurde in Polling ein Veteranen-und Kriegerverein gegründet. Seine Mitglieder bestanden aus gedienten Soldaten der königlich- bayrischen Regimenter, die an den Kriegen 1813/14 und 1870/71 teilgenommen haben. 1. Vorstand wurde Jakob Johann.

Damals waren es 84 Mitglieder, Monatsbeitrag -,30 M. Schon bei der Gründungsversammlung wurde für eine neue Vereinsfahne gesammelt. Bei dieser Sammlung kamen damals 611,96 M zusammen.

Die Fahne kostete 439,96 M. Geweiht wurde die neue Fahne am 06. Juni 1881 durch Hr. Hochwürden Pfarrer Schmautz. Die Fahnenbraut war damals Fr. Juliane Stoll.

 

1887:   Geiger Mathias wird neuer 1. Vorstand. Mitglieder: 109

1897:   Köpf Andreas wird 1. Vorstand

1901:   In diesem Jahr wird beim Feuerwehrhaus die Luitpold Linde gepflanzt, sie steht heute noch.

1914:   Im August 1914 beginnt der 1. Weltkrieg. Das Vereinsleben ruht bis 1919. Mitglieder: 107

            Unsere Kriegsteilnehmer

1919:   Am 16. März wählt man wieder einen 1. Vorstand, es wird Geiger Andreas. In den1. Weltkrieg zogen 108 Bürger aus Polling, davon kehrten 39 Kameraden nicht mehr zurück. Bei Kriegende leben noch 40 Mitglieder, beim 1. Stiftungsfest am 29. Mai werden 48 neue Mitglieder aufgenommen, die Aufnahmegebühr kostete 2,60 pro Person.

1920:   Am 11. Januar waren es 132 Mitglieder.

1925:   11 arbeitslose Mitglieder brauchen keinen Beitrag, in Höhe von 1,50 Mark leisten.

1929:   Herr Michael Sonner wird zum 1. Vorstand gewählt. Er setzt sich gleich für eine neue Fahne ein. Diese wird ebenfalls im Kloster Polling hergestellt. Sie kostet 1 328,90 Mark. Bei der Sammlung gingen 1017,00 Mark ein.

1931:   Zum 50-jährigen Gründungsfest wird die neue Fahne geweiht. Am Tage der Fahnenweihe hat der Verein 115 Mitglieder. Es ist ein Fest der Superlative, zu den 68 Vereinen  mit ca. 1000 Gästen, kamen noch die Pollinger Vereine dazu, wie Schützen-, Arbeiter- und Radfahrverein. Bei dem Fest wurden an einem Tag 4049 Liter Bier verkauft. Der Liter kostete damals -,50 Mark, die Festzeichen wurden zum gleichen Betrag abgegeben,, 1300 Stück.

            Bild der Fahnenweihe

1933:   Wurde zunächst einmal sämtliches Vereinsleben verboten und später in nationalsozialistische Vereine umbenannt.

1939:   Am 1.September begann der 2.Weltkrieg, bei dem am ersten Tag der Mobilmachung schon 47 Pollinger in den Krieg ziehen mußten.

1945:   Im 2. Weltkrieg haben 78 Pollinger Kameraden ihr Leben lassen müssen, davon sind 42 gefallen, 38 vermißt und 2 in der Gefangenschaft verstorben.

            Unsere gefallenen Kameraden 1939-1945

1953:   Am 19.März wird der Verein wieder ins Leben gerufen. 1. Vorstand wird Georg Baierlacher.

1956:   Wird das neue Kriegerdenkmal in der Friedhofkapelle eingeweiht.

1961:   Begeht man das 80-jährige Gründungsfest.

1971:   Bei der Generalversammlung wird der Verein in Krieger- und Soldatenverein umbenannt.

1976:   1. Vorstand Fritz Lindner.

1983:   Am 24.April wird Peter Tafertshofer zum 1. Vorstand gewählt. Mitglieder 109. Der Beitrag wird von 5,- auf 10,- DM erhöht. Wiederum braucht der Verein eine neue Fahne, bei einer Haussammlung bekommt man 6100,- DM zusammen, weitere Spenden und Zuschüsse von 3000,- DM. Die neue Fahne von der Firma Koch in Coburg kostet 10000,- DM.

1985:   Bei einer angeordneten Mitgliederversammlung wird der Vereinsname in Veteranen- und Reservistenverein umbenannt, auch das alte Kriegerdenkmal zu erneuern wird beschlossen, ferner im nächsten Jahr das Gründungsfest nachzuholen.

            Möge diese Fest ein weiterer Markstein in der Vereinsgeschichte sein und beitragen zu Gemeinsinn und Kameradschaft.

1986:   Fahnenweihe

             zu den Bildern

 

 

 

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© Dieter Spindler